Verschönerung mit Sogwirkung

Die Vorfreude auf die Gartenschau 2017 in Bad Herrenalb wird täglich größer. Was uns hier erwartet und was die Ausstellung zum Erfolg machen soll, konnten wir Tim Rohrer fragen, der als Projektleiter der Gartenschau Bad Herrenalb 2017 eine mehr als spannende Aufgabe erfüllt.

Red.:

Ist Bad Herrenalb 2017 Ihre erste Gartenschau?

Tim Rohrer:

In verantwortlicher Position ja, aber ich war auch schon bei der Gartenschau in Mühlacker 2015 tatkräftig mit dabei.

Red.:

Kann man denn da Vergleiche ziehen?

Tim Rohrer:

Ja, grundsätzlich ist das Thema „Garten“ durchgängig im Mittelpunkt und sozusagen das Herzstück jeder Gartenschau: Die Besucher sollen einen schönen Tag auf der blühenden Gartenschau erleben und dabei Inspirationen für den eigenen Garten mitnehmen. Zusätzlich zu den gärtnerischen Highlights hat jede Gartenschaustadt ihre eigenen Besonderheiten, die sie einmalig macht.

Red.:

Und das bedeutet in Bad Herrenalb?

Tim Rohrer:

Das Schwarzwaldstädtchen hat schon jetzt viel Natur und eine tolle Landschaft zu bieten. Beeindruckend ist das historische Klosterviertel aus dem 12. Jahrhundert – derzeit wird ein neuer Rundweg gestaltet, der die Klostergeschichte hautnah erlebbar macht. Durch die Gartenschau kommen weitere neue Lieblingsorte dazu: Der Kurpark erlebt eine neue Blütezeit mit neuen einladenden Aufenthaltssorten, ganz idyllisch unter historischen Bäumen und am renaturierten Flüsschen Alb. Zudem wird die Kurpromenade verschönert, sodass Flanieren und Shoppen richtig Spaß machen. Das Schöne darin ist, all das bleibt Bad Herrenalb und seinen Gästen auch nach der Gartenschau 2017 dauerhaft erhalten.

Red.:

Was erwartet denn den Besucher der Gartenschau so alles?

Tim Rohrer:

Neben der Blütenpracht gibt es über 1.000 Veranstaltungen mit zahlreichen Mitmachaktionen und einem tollen Kinderprogramm. Konzerte bekannter Bands und das beliebte Sommernachtstheater werden auf der großen Sparkassenbühne zu sehen sein. Für jeden ist etwas geboten: Es wird beispielsweise einen Selfness-Point mit Übungen für Körper und Geist geben, einen tollen Wasserspielplatz mit Kletterfelsen und auch einen Pump Track für BMX- und Mountainbiker, bei dem man sich mit dem Fahrrad ausprobieren kann. Im Bürgergarten wird es Lesungen geben, gleich daneben am Albufer eine Chill-out-Lounge. Kunst und Kultur können Besucher im Gartenschauhaus im Klosterviertel genießen. Das ist nur eine Auswahl, alles andere entdecken und erleben die Besucher dann vor Ort.

Red.:

Lassen Sie uns doch mal über die Einwohner Bad Herrenalbs sprechen. Wie wird denn das Thema hier aufgenommen?

Tim Rohrer:

Total positiv! Das ist ja auch das Spannende und Großartige an der Gartenschau: sie entwickelt eine richtige Sogwirkung. Es kommen ganz viele Beteiligte zusammen, und am Ende entsteht etwas, was über die Gartenschau hinaus eine Identifikation erzeugt. Man spürt bei den Menschen, dass sie es wirklich so empfinden. Für sie ist es nicht eine Gartenschau, es ist ihre Gartenschau!

Red.:

Das hört sich tatsächlich bemerkenswert an. Gerade bei so vielen unterschiedlichen Gruppen. Wir sehen hier die Imker, Floristen, Friedhofs- und Landschaftsgärtner, Fischer und noch viele weitere.

Tim Rohrer:

Genau, insgesamt sind im Geländeplan rund 40 Aussteller verzeichnet. Diese alle zu koordinieren ist eine anspruchsvolle Aufgabe, aber die Beteiligten hier ziehen alle wirklich toll an einem Strang. Da macht die Vorbereitung richtig Spaß und umso mehr freuen wir uns auf den Gartenschausommer 2017.

Red.:

Wir uns auch! Herr Rohrer, wir danken Ihnen für das Interview.

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