Status Quo - Coronavirus

Status Quo - Coronavirus

15.03.2020

Aktuelle Situation

Am Montag wurde ein Hilfspaket für die deutsche Wirtschaft beschlossen. Der Dehoga wertet das zwar als ersten Schritt in die richtige Richtung: „Die angekündigten Verbesserungen beim Kurzarbeitergeld als auch die in Aussicht gestellten Liquiditätshilfen begrüßen wir“, so Präsident Guido Zöllick. Dennoch blieben die Beschlüsse des Koalitionsausschusses hinter den Erwartungen der Branche zurück. Priorität müsse zunächst die wirksame Zurverfügungstellung von Liquiditätshilfen haben. Die Branche erwarte schnelle, unbürokratische und effektive Unterstützung. (Quelle Tophotel. Stand 09.03.2020)

„Die Menschen sind verunsichert und halten sich derzeit mit Buchungen zurück", sagte DRV-Präsident Norbert Fiebig. Bei einer Umfrage unter mehr als 450 Unternehmen habe eine Mehrheit von Umsatzrückgängen von bis zu 75 Prozent berichtet. Ein Ende der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen sehe die große Mehrheit der befragten Unternehmen frühestens im zweiten Halbjahr. „Urlaub hat bei den Deutschen einen sehr hohen Stellenwert, daher setze ich auf ein starkes Last-Minute-Jahr", sagte Fiebig der dpa.

Am stärksten hat das Hauptreiseziel westliches Mittelmeer gelitten (minus 42 Prozent), gefolgt von Mittel-und Südamerika (minus 40), Nordamerika (minus 37), Asien/Australien (minus 34), dem östlichen Mittelmeer und Afrika (beide minus 33) sowie der Karibik (minus 30). Selbst erdgebundene Reisen (Reisen, bei denen die Anreise mit Auto, Bahn oder Buserfolgt), eigentlich unverdächtig für eine Corona-Gefahr, lagen bei den Neubuchungen 35 Prozent unter Vorjahr. Die Kunden warten ab. (Quelle: fvw. Stand 05.03.2020)

Rückmeldungen seitens Medien und Influencer

Während unserer Gespräche im Rahmen der „virtuellenITB“, also Follow-up-Calls und -Meetings, war natürlich auch das Corona-Virus und die damit verbundene ITB-Absage sowie die Auswirkung auf die gesamte Branche ein Thema. Zahlreiche Medienvertreter sehen die Arbeit ihrer Kollegen kritisch und sind der Meinung, dass durch die Berichterstattung in den Medien und über Social Media ein Negativ-Hype erzeugt wird, der nicht die realen Verhältnisse widerspiegelt. Die Mehrzahl unserer Gesprächspartner planen nach wie vor, ihre Recherchetätigkeit weiter fortzusetzten und sehen es gerade als ihre Aufgabe an, Leser zu inspirieren und zum Reisen zu animieren. Die Deutschen, Österreicher und Schweizer mögen derzeit verhalten sein, wenn es um die Planung des Urlaubs geht (insbesondere von Fernzielen und nach Italien), allerdings sind die meisten Journalisten und Influencer davon überzeugt, dass Reisende buchen, sobald sich die Lage entspannt. Das Interesse an unseren Themen ist ungebrochen –wenn nicht sogar durch die aktuellen Umstände noch stärker geworden.

Zusätzliches Update seitens ITB: Seit Ende letzter Woche ist bekannt, dass die Vorauszahlung auf die Standmiete, Ausstellerausweise und AUMA-Beitrag rückerstattet wird. Bezüglichdes Standbaus und der Marketingpakete prüft die Messe Berlin derzeit eine Kulanzregelung mit Blick auf die ITB Berlin 2021.

Reisen in Deutschland

Bahn-und Busreisen: Zum jetzigen Zeitpunkt bestehen für Bahnkunden keinerlei Einschränkungen. Die Deutsche Bahn (DB) ist auf eine weitere Ausbreitung von COVID-19 in Deutschland umfassend vorbereitet. In Zügen und Bussen der DB gelten die bekannten Vorsorgehinweise des Robert-Koch-Instituts wie gründliches Händewaschen oder die schnelle Entsorgung von benutzten Taschentüchern. Die DB ist in ständigem Austausch mit den Gesundheitsbehörden von Bund und Ländern, dem Bundesinnenministerium sowie dem Bundesverkehrsministerium, denen jeweils weitere Entscheidungen zum Bahnbetrieb obliegen. (Quelle: Deutsche Bahn. Stand 09.03.2020)

Für Bahnreisendegilt außerdem folgende Allgemeinverfügung der Bundespolizei:

  • Im öffentlichen Personenfern-und Regionalverkehr tätige Bahnunternehmen müssen COVID-19-Verdachtsfälle unverzüglich dem Führungs-und Lagedienst der Bundespolizei melden.
  • Tritt ein Verdachtsfall auf, müssen Reisende in diesem Zug die „Aussteigekarte Bahnverkehr“ ausfüllen. Diese werden den Reisenden im Bedarfsfall ausgehändigt.

(Quelle: Robert Koch Institut. Stand 06.03.2020)

Flüge: Bereits jetzt treffen erste Airlines umfangreiche Sparmaßnahmen. Darunter fallen auch massive Flugstreichungen. Das betrifft vor allem Flüge in Risikogebiete wie etwa China oder nach Norditalien. Aber auch Flüge innerhalb Deutschlands sind davon betroffen so plant beispielsweise die Lufthansa in den kommenden Wochen auch hier Streichungen. (Quelle SpiegelOnline. Stand04.03.2020)

Reisen innerhalb der EU

Grenzschließungen sind nicht beabsichtigt. Bei einem Treffen der EU-Gesundheitsministersprachen sich diese gegen Reisebeschränkungen innerhalb der Europäischen Union aus. Man wolle die Reisefreiheit nach dem Schengenabkommen derzeit nicht abschaffen, sagte der EU-Krisenbeauftragte Janez Lenarcic. Allerdings arbeite man an verschiedenen Plänen zur Eindämmung der Epidemie. (Quelle: Tagesschau. Stand 08.03.2020)

Unsere Empfehlung

Wie eingangs erwähnt, mögen die Deutschen, Österreicher und Schweizer derzeit verhalten sein, wenn es darum geht, Reisen zu buchen. Dennoch sind wir überzeugt, dass es wichtig ist, weiterhin aktiv zu sein, um sichtbar zu bleiben, zu inspirieren und Lust auf Urlaub in Deutschland zu machen. Dank guter und schneller Erreichbarkeit, derzeit keinen Einreiseverboten und einer stabilen Infrastruktur sind Ziele im deutschsprachigen Raum nach wie vor attraktiv für Reisende.

Wir werden die Situation weiterhin genau beobachtenundregelmäßig Updates für den deutschsprachigen Reisemarkt geben. Hierzu stehen wir auch im engen Austausch mit verschiedenen Partnern aus der Branche, um so unsere Kunden mit einer bestmöglichen Beratung zu unterstützen.

Informationen zu den aktuellen Zahlen und Verbreitungsgebieten sind hier zusammengefasst.

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