Wurstbrunnental

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75365 Calw

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Wurstbrunnental

Ein Wurstbrunnen wird erst sehr spät (um 1680) zum ersten Mal erwähnt. Der eigenartige Name entstand durch zahlreiche Verschreibungen aus der Bezeichnung Urspring. Eigentlich waren es mehrere Quellen, die den Wurstbunnen speisten. Der Wurstbrunnen liegt oberhalb des Schlossberges, wo einst die Calwer Burg stand. Von dort aus versorgten die Quellen die Vorstadt unterhalb des Schlossberges. Es ist zu vermuten, dass von hier aus auch die Calwer Burg und die „Urzelle“ der Stadt, die Handwerkersiedlung unterhalb der Burg, ihr Wasser erhielten. Das Wasser des Wurstbrunnen wurde zudem bis in die Kernstadt weitergeleitet. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erhielt die Stadt eine moderne Wasserversorgung mit metallenen Leitungen und Hochbehältern. Im 20. Jahrhundert stieg der Wasserbedarf der Stadt gewaltig, so dass weitere, entfernt liegende Quellen erschlossen und Pumpwerke gebaut werden mussten. Noch heute jedoch stammt das Wasser in der Stadt Calw zu einem großen Teil aus Quellen auf Calwer Markung, genauso wie einst das Wasser für die Burg der Calwer Grafen. In der Nähe des Wurstbrunnen, auf der Markung der ehemaligen selbstständigen Gemeinde Alzenberg, befand sich vor Jahrhunderten ein Stollen, in dem kristallisiertes Quarz gewonnen wurde.