aussichtsturm
Calwer Torturm
Zum Schutz des beginnenden Bergbaus wurde 1220/30 die Stadt Neubulach gegründet. Mit dem Bau der Burg und der ca. 700 Meter langen Mauer und 2 identischen Tortürmen wurde auch das Stadtrecht verliehen. Äußeres Zeichen ist das Stadtwappen mit dem alten Reichsadler am Calwer Tor (auch Porta Argenta genannt, also "Silbertor"). Links vor dem Tor an die Stadtmauer angebaut, steht noch ein altes, mit grünglasierten Ziegeln gedecktes Zollhäuschen, an dem das "Pflastergeld" entrichtet wurde. Der Stadtgraben führte tief unter dem Toreingang vorbei und er wurde mit einer Zugbrücke passierbar gemacht. Der Toreingang selbst war mit einem Fallgitter gesichert, dessen 4 Führungssteine man noch heute sehen kann. Durch den Spitzbogen treten wir unter dem romanischen Tonnengewölbe ins "Städtle" ein.
Früher war das Turmzimmer die Stube des Torwächters, der den Zugang zur Stadt überwachte und, vor allem auch nach Feuer innerhalb des Stadtgebietes Ausschau hielt.
Vom Turmzimmer, das 1907 auf Anregung des Ehrenbürgers Julius-Heuß als Lesezimmer für Kurgäste eingerichtet und 2004 renoviert wurde. Die Wand- und Deckenvertäfelung ist noch original. Sie wurde nur ab 1998 von engagierten Mitbürgern der Stadt gereinigt und neu lackiert. Von hier oben hat man großartige Ausblicke: Nach Osten über das Städtle geht der Blick zum Hecken-und Schlehengäu. Bei guter Sicht zeigt sich nach Süden am Horizont das großartige Panorama des westlichen Teils der Schwäbischen Alb mit ihren höchsten Erhebungen. Nach Westen geht der Blick über die Ortsteile Oberhaugstett und Liebelsberg, mit seinem markanten Wasserturm. Bei einem Blick nach Norden sehen wir den Diebsturm.
Die Türmer*innen freuen sich wieder auf zahlreiche Besucher des historischen Turmzimmers. Der Torturm hat von Mai bis Oktober an bestimmten Sonntagen zu Besichtigung geöffnet.
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Wetterempfehlung: Wetterunabhängig |
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Sprachen: Deutsch |
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